Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Immer Barmherzigen.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,


auch wir als Muslimas sind erschüttert über die Geschehnisse der Silvesternacht in Köln, und wir möchten unser Mitgefühl für die Opfer der Gräueltaten ausdrücken. Mit jedem Wort sind die Übergriffe der Peiniger zu verurteilen. Der Islam lehrt keinerlei Gewalt und verurteilt jede Form von Missbrauch. In einer Überlieferung des Heiligen Propheten Muhammad heißt es, dass ein Muslim weder mit der Zunge noch mit der Hand jemandem Schaden zufügen darf.
Die Taten der Peiniger ist ganz sicher nicht durch irgendeineine Religionszugehörigkeit zu rechtfertigen. Denn keine Religion legitimiert solche Übergriffe.Die Straftäter sollten auf jeden Fall zur Rechenschaft gezogen werden!
Ohne diese Taten zu relativieren, sollte man dennoch bedenken, dass Missbrauch hierzulande seit vielen Jahren ein Thema ist. Neben Übergriffen auf öffentlichen Plätzen passiert dies oft im Verborgenen. Nach Religionszugehörigkeit wird da selten gefragt - berechtigterweise. Feuer an den falschen Stellen zu schüren ist der komplett falsche Weg. Aufklärungsarbeit wäre wichtiger.

 

Farzana Nadeem, Sadia Shaqeel, Naheed Akhtar, Nazish Kanwal, Rabia Farhan, Noreen Khan [Abgedruckt in der Rhein Zeitung am 09.04.2016]